26.05.2003

Vier Tage harte Planungsarbeit

Virtuelle Fabrikplanung in internationalen Planungsteams.

Am Fachbereich Produktionsmanagement haben Studenten erstmals an dem internationalen Planspiel „FIT2011“ zur virtuellen Fabrikplanung in internationalen Planungsteams teilgenommen. Das Planspiel basiert auf einem Szenario, das Prof. Dr.-Ing. Harald Augustin als ehemaliger Mitarbeiter der Universität Kaiserslautern aufgebaut hat: „Seit dem Sommersemester 2003 sind wir als Fachbereich der Hochschule Reutlingen Mitglied des Hochschulnetzwerkes zur virtuellen Fabrikplanung, dem neben der federführenden Universität Kaiserlautern auch die Universitäten Karlsruhe, Perdue (USA), Warschau (Polen), Helsinki (Finnland) sowie Metz (Frankreich) angehören.“

Ziel des Planspieles ist es, die Studenten mit einer auf Realdaten basierenden Planungssituation zur Fabrikplanung zu konfrontieren, in der sie die im Studium erlernten Methoden und Vorgehensweisen konkret anwenden können. Darüber hinaus lernen die Studenten auch das Zusammenarbeiten in interdisziplinären und internationalen, kulturell gemischten Teams.

Erschwerend kommt noch hinzu, dass die Teams aus Studenten der teilnehmenden Hochschulen bestehen, so dass die sie auf die Anwendung modernen Informations- und Kommunikationstechnologien, z.B. Dokumentenmanagementsysteme, Collaboration-Werkzeuge, Videokonferenzsysteme etc., angewiesen sind. Neu hinzugekommen ist seit diesem Jahr eine in Karlsruhe entwickelte Software aus dem Bereich der Virtual Reality (VR) (vgl. Bild), die einen Planungsraum simuliert, in dem sich die Teammitglieder virtuell zur gleichen Zeit treffen können und in der virtuellen Fabrikhalle ihre Maschinen und Anlagen platzieren und den Materialfluss optimieren können. „Die Entwicklung der einzusetzenden Software wird stetig vorangetrieben, um stets ein innovatives und praxisorientiertes Arbeitsumfeld zu simulieren“, so Prof. Dr. Augustin.

Die von den Studenten geleistete Arbeit war faszinierend, da die Teams aufgrund der Zeitverschiebungen bis früh in den Morgen zusammengearbeitet habe. Nach vier Tagen harter Planungsarbeit wurden die Ergebnisse per Videokonferenzschaltung von den Teams auf einer virtuellen Managementsitzung vorgestellt und bewertet. Das Fazit der Studenten war sehr positiv und alle waren sich einig, dass dies eines der herausragendsten Ereignisse im gesamten Studium gewesen sei. Aus Sicht der betreuenden Professoren zog Prof. Dr. Augustin das Fazit, „dass diese positiven Rückmeldungen für uns natürlich weiterer Ansporn sind, das Planspiel weiter zu entwickeln und weitere Partner zu gewinnen, die in dem Hochschulnetzwerk mitwirken.“